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Bedarfsgerechte Fütterung von Legehennen: Körnermischung, Legemehl oder Legepellets?

Eine ausgewogene Fütterung ist die Grundlage für gesunde Legehennen, stabile Eierschalen und eine gute Legeleistung. Doch welche Rolle spielen Körnermischungen, Legemehl und Legepellets in der Praxis? Dieser Beitrag zeigt, worauf es bei der Nährstoffversorgung ankommt und welche Fütterungskonzepte sich für die Hobby- und Kleinbestandshaltung bewährt haben.

Ein Hühnerstall im Garten oder auf der Wiese, frisches Grün, ausreichend Auslauf und vitale Hühner – so sieht die ideale Hobbyhaltung aus. Bei der Fütterung herrscht jedoch häufig Unsicherheit: Reichen Körner als Futter aus oder sollten Legehennen besser mit Legemehl oder Legepellets versorgt werden?

Für eine bedarfsgerechte Ernährung und eine dauerhaft gute Legeleistung genügt eine reine Körnermischung nicht.

Warum eine Körnermischung kein Alleinfutter ist

Die Annahme, Hühner benötigten lediglich Körner, ist weit verbreitet. Tatsächlich liefert eine klassische Körnermischung aus beispielsweise Weizen, Mais und Gerste zwar Energie, deckt jedoch den Nährstoffbedarf moderner Legehennen nicht vollständig ab.

Mangel an Eiweiß und Aminosäuren

Körner enthalten vor allem Stärke und damit Energie, liefern jedoch zu wenig hochwertiges Protein. Für die Erhaltung ihrer Körperfunktionen und insbesondere für die Bildung von Eiern benötigt die Legehenne ausreichend Eiweiß sowie essentielle Aminosäuren, allen voran Methionin.

Unzureichende Calciumversorgung

Der Calciumgehalt von Getreide ist sehr gering. Da die Eischale zu rund 90 % aus Calciumcarbonat besteht, haben Legehennen einen hohen Bedarf an diesem Mineralstoff. Eine ausschließliche Körnerfütterung kann daher zu einer verminderten Schalenqualität, brüchigen Eiern und langfristig sogar zum Abbau von Calciumreserven aus dem Skelett führen.

Selektives Fressverhalten

Hühner sind ausgeprägte Selektivfresser. Wird ihnen eine Körnermischung angeboten, picken sie bevorzugt die besonders schmackhaften Komponenten, beispielsweise Mais, heraus. Dadurch wird das Futter unausgewogen aufgenommen und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kann beeinträchtigt sein.

Wichtig: Körnermischungen sind eine sinnvolle Ergänzung der Ration, eignen sich jedoch nicht als Haupt- oder Alleinfutter für Legehennen.


Legepellet oder Legemehl – welche Form ist besser für die Hobbyhaltung geeignet?

Inhaltlich unterscheiden sich Legepellets und Legemehl nicht. Beide enthalten die gleichen Nährstoffe, lediglich die Darreichungsform ist unterschiedlich. Während Legemehl eine feine, mehlartige Struktur besitzt, werden Legepellets zu festen Pellets gepresst.

Welche Variante besser geeignet ist, hängt häufig von den Gewohnheiten der Tiere ab. Hühner, die von Anfang an mit einer bestimmten Futterform gefüttert wurden, akzeptieren eine Umstellung mitunter nur zögerlich oder verweigern das neue Futter zunächst.

Selektion und Nährstoffaufnahme

Legemehl unterstützt das natürliche Fressverhalten der Hühner. Durch das Scharren und Picken sind die Tiere länger beschäftigt. Allerdings besteht die Gefahr, dass einzelne Bestandteile bevorzugt aufgenommen und andere zurückgelassen werden. Deshalb sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob die Futterschale mindestens einmal täglich nahezu vollständig leer gefressen wird. Nur so ist sichergestellt, dass auch die feinen, aber wichtigen Nährstoffträger aufgenommen werden.

Bei Legepellets sind sämtliche Inhaltsstoffe gleichmäßig im Pellet verteilt. Die Tiere können einzelne Komponenten nicht aussortieren und nehmen mit wenigen Pickschlägen eine ausgewogene Futterration auf.


Futterverluste minimieren

Durch ihre feste Form lassen sich Legepellets deutlich schwieriger verstreuen oder aus dem Trog herauswerfen. Dadurch werden Futterverluste reduziert und die Fütterung gestaltet sich insgesamt wirtschaftlicher. Gleichzeitig bleibt der Fressbereich sauberer und hygienischer.

Gute Mischbarkeit von Legemehl

Ein Vorteil von Legemehl liegt in seiner feinen Struktur. Es kann problemlos mit Körnermischungen, Mineralfuttermitteln oder anderen Ergänzungsprodukten kombiniert werden und eignet sich daher besonders für individuell zusammengestellte Rationen.

Sinnvolle Kombinationen für eine bedarfsgerechte Versorgung

Legepellets und Legemehl sind sowohl als Alleinfuttermittel als auch als Ergänzungsfuttermittel erhältlich. In Kombination mit einer Geflügelkörnermischung bietet der BAT Pro Pellet Ergänzer GMO für Legehennen eine bedarfsgerechte Versorgung der Tiere.

  1. BAT Pro Pellet Ergänzer GMO BAT Pro Pellet Ergänzer GMO Artikel-Nr.: 26649-02

Empfohlen wird in der Regel ein Mischungsverhältnis von 2 Teilen BAT Pro Pellet Ergänzer GMO für Legehennen zu 1 Teil Geflügelkörnermischung. Bei einer täglichen Futteraufnahme von etwa 120 g je Henne entspricht dies:

80 g BAT Pro Pellet Ergänzer GMO
40 g BAT Geflügelkörnermischung

Zusätzlich kann Muschelgrit zur freien Aufnahme angeboten werden. So haben die Hennen jederzeit Zugang zu einer zusätzlichen Calciumquelle und können ihren Bedarf für die Bildung stabiler Eierschalen selbstständig decken. Mit dieser Kombination erhalten die Tiere alle wichtigen Nährstoffe für Gesundheit, Wohlbefinden und eine gute Legeleistung.


Für weitere Fragen und eine individuelle Beratung kontaktieren Sie:

BAT Agrar Produktmanagement Geflügel

Frederike Schwack